Autor: mp-de

  • „Die Zukunft, wie sie sein könnte“ – das erste Kapitel

    Gerade arbeite ich an einem Science-Fiction-Roman. Er spielt im Jahr 2036, in einem München, das es fast noch so gibt – und doch ganz anders. Hier ist der Anfang. Sag mir, ob du weiterlesen würdest.

    Der Heizkörper jault in einem Ton, exakt vierzehn Kilohertz hoch. Das ist kein Geräusch von Wärme; das ist das Geräusch von sterbendem Metall, das weiß, dass niemand es reparieren wird.

    Ich ignoriere ihn. Meine Finger sind im Takt, tanzen über eine mechanische Tastatur, deren Buchstaben längst abgewetzt sind. Auf dem Bildschirm rinnt ein Wasserfall aus Code. Geschrieben habe ich ihn nicht. Das würde Kreativität verlangen. Diesen Auswurf hat irgendein Sprachmodell auf einem Server in Shenzhen ausgespuckt, und meine Aufgabe – meine großartige Aufgabe mit Masterabschluss – ist es, Hausmeister zu sein.

    Mein Name ist Viktor Roth. Vor neun Jahren hieß dieser Job noch „Senior Systems Architect“. Dann entschied die Zukunft, dass sie mich nicht braucht.

    So beginnt die Geschichte von Viktor – einem Mann, den die Welt überholt hat und der eines Nachts etwas entdeckt, das er besser nicht gesehen hätte.

    Wie gefällt dir der Anfang? Würdest du weiterlesen? Schreib es mir in die Kommentare.

  • Warum ich manche Bücher unter Pseudonym veröffentliche

    Wenn du auf Amazon nach „Mario Poslon“ suchst, findest du Ratgeber: Geld, Finanzen, die erste eigene Wohnung. Was du dort nicht findest, sind meine Liebesromane. Die erscheinen unter dem Namen M. O. Polson – und das hat einen Grund.

    Ein Ratgeber und ein sinnlicher Liebesroman sprechen völlig unterschiedliche Leserinnen und Leser an. Wer ein Buch über Vermögensaufbau sucht, möchte nicht zwischen den Treffern plötzlich eine 18+-Geschichte sehen – und umgekehrt. Amazon lernt mit jedem Buch, wer ein Autor ist und wem es seine Titel zeigt. Ein klar getrennter Name hilft dabei, beide Welten sauber auseinanderzuhalten.

    Dazu kommt etwas Persönliches: Unter einem zweiten Namen schreibe ich freier. M. O. Polson darf Dinge ausprobieren, die der Ratgeber-Autor Mario Poslon so nie schreiben würde.

    Ein Geheimnis ist es trotzdem nicht – du liest es ja gerade hier. Es ist einfach Ordnung: das richtige Buch für die richtige Leserin, am richtigen Ort.

    Liest du lieber unter Klarnamen oder ist dir egal, wer auf dem Cover steht? Ich bin gespannt auf deine Meinung.

  • Wie aus einer Liste mit 100 Dingen ein Buch wurde

    Angefangen hat alles mit einer Notiz auf dem Handy: „Dinge, die mir keiner gesagt hat, bevor ich ausgezogen bin.“ Darunter: Nebenkostenabrechnung. Mülltrennung. Was tun, wenn die Waschmaschine ausläuft. Erst drei Punkte, dann zehn, dann – irgendwann – hundert.

    Je länger die Liste wurde, desto klarer wurde mir: Das ist kein Zettel mehr. Das ist ein Buch. Denn all diese kleinen Dinge, über die niemand spricht, entscheiden darüber, ob die erste eigene Wohnung ein Abenteuer oder eine Überforderung wird.

    Ich habe die 100 Punkte sortiert – Haushalt, Geld, Gesundheit, Job, Behörden – und zu jedem aufgeschrieben, was ich gern früher gewusst hätte. Keine Theorie, sondern das, was wirklich hilft: die Checkliste für den ersten Tag, der Anruf beim Amt, den man nicht vergessen darf, der Fehler, der richtig teuer wird.

    So entstand „Ausgezogen – und jetzt?“. Das Cover, die Reihenfolge, der Ton – alles hat sich über Monate verändert. Aber der Kern ist der gleiche geblieben: die Liste, die ich mir selbst gewünscht hätte.

    Was war das eine, das dir beim Ausziehen niemand gesagt hat? Schreib es gern in die Kommentare – vielleicht wird Punkt 101 daraus.

  • Hello world!

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